3D-Laserscanner-Aufnahme und BIM-Modell eines Gebäudes im Haussmann-Stil in Lausanne

Im Herzen von Lausanne stellt dieser große Gebäudekomplex im Haussmann-Stil eine echte technische Herausforderung für die Vermessung und BIM-Modellierung dar. Das Gebäude besteht aus mehreren Gebäuden, die im Laufe der Jahrzehnte zusammengefügt und umgebaut wurden, und entwickelt mehr als 10.000 m² auf 11 Stockwerken mit verschachtelten Strukturen, komplexen Höhenunterschieden und einer gemischten Nutzung aus Hotel, Büros und Wohnungen. Mithilfe der 3D-Laserscannervermessung und einer umfassenden LOG300 BIM-Modellierung erstellte 3D Scan Bat eine präzise technische Dokumentation für Statiker, Architekten, Brandspezialisten und Immobilienverwalter.

LOG300 BIM-Modell nach 3D-Laserscanner-Vermessung in Lausanne

Gesamtansicht des BIM-Modells eines komplexen Gebäudes im Haussmannstil in Lausanne, das nach einer 3D-Laserscannervermessung erstellt wurde.

In Lausanne führte 3D Scan Bat eine Laserscanner-Vermessung und eine vollständige BIM-Modellierung eines großen Gebäudekomplexes im Haussmann-Stil mit einer Fläche von über 10.000 m² auf 11 Stockwerken durch. Das historische Gebäude, das im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut wurde, wies eine besonders komplexe Geometrie mit verschachtelten Ebenen, aufeinanderfolgenden Erweiterungen und sehr heterogenen Strukturen auf. Drei Scannerteams arbeiteten vier Tage lang gleichzeitig, um ein LOG300 BIM-Modell, detaillierte 2D-Pläne und eine technische Dokumentation für Ingenieure, Architekten und Immobilienverwalter zu erstellen.

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Ein historisches Gebäude, das im Laufe der Umbauten extrem komplex geworden ist

Hinter dem relativ homogenen Erscheinungsbild dieses Lausanner Gebäudekomplexes verbirgt sich eine viel komplexere Realität. Das von uns erhobene Gebäude ist in Wirklichkeit kein einzelnes Gebäude, sondern eine Ansammlung von Bauten aus verschiedenen Epochen, die im Laufe der Jahrzehnte nach und nach zusammengefügt und umgebaut wurden.

Einige Teile wurden vergrößert, andere aufgestockt oder in benachbarte Baukörper integriert. Ebenen wurden neu verbunden, Treppenhäuser verändert und Strukturen in andere Gebäude eingegliedert. Diese Anhäufung von aufeinanderfolgenden Umbauten hat ein Ensemble geschaffen, das selbst für die Menschen, die täglich auf dem Gelände arbeiten, besonders schwer zu verstehen ist.

Der Leiter des Gebäudemanagements fasste die Situation perfekt zusammen, als er uns erklärte:

«Selbst nach fünfzehn Jahren verirre ich mich manchmal noch im Gebäude».»

Genau in solchen Konstellationen kommt die Laserscanner-Vermessung voll zum Tragen. Wo eine manuelle Vermessung schnell an ihre Grenzen stößt, kann durch die 3D-Erfassung ein vollständiges und zusammenhängendes Bild des bestehenden Gebäudes erhalten bleiben.

Mehr als 10’000 m² in vier Tagen mit drei Scannerteams erfasst

Das Projekt umfasste ca. 1.000 m² Grundfläche, verteilt auf 11 Stockwerke, d.h. mehr als 10.000 m² zu dokumentierende Fläche.

Um die vorgegebenen Fristen einzuhalten und eine vollständige Erfassung der Räume zu gewährleisten, setzten wir drei Scannerteams ein, die vier Tage lang gleichzeitig auf der Baustelle arbeiteten. Diese Organisation ermöglichte es uns, in den verschiedenen Bereichen des Gebäudes parallel vorzugehen und gleichzeitig eine einheitliche Erhebungsmethodik zwischen den Teams beizubehalten.

Insgesamt wurden fast 2.000 Scanpositionen benötigt, um die Verwaltungsbereiche, die Wohnungen, das Hotel, die technischen Untergeschosse, die vertikalen Zirkulationen, die Dächer sowie die Außenfassaden abzudecken.

Die Schwierigkeit der Vermessung ergab sich nicht nur aus der Größe des Gebäudes, sondern vor allem aus seiner extrem unregelmäßigen Geometrie. In einigen Bereichen gab es große Höhenunterschiede zwischen Räumen, die optisch miteinander verbunden waren. In anderen Bereichen gab es Zwischenböden, komplexe Gebäudeverbindungen oder verschachtelte Treppen, die ohne eine vollständige 3D-Dokumentation nur schwer zu interpretieren waren.

LOG300 modellierte Fassade eines historischen Gebäudes in Lausanne nach 3D-Laserscanner-Vermessung

LOG300 3D-Modell der Nordfassade aus der Laserscanner-Vermessung des bestehenden Gebäudes in Lausanne.

Ein BIM-Modell, das in kollaborativer Arbeit erstellt wurde

Die Phase der Modellierung stellte auch sie eine große Herausforderung dar.

Zwei BIM-Modellierer arbeiteten gleichzeitig am digitalen Modell mithilfe des Autodesk Revit Worksharing-Systems, das die gemeinsame Nutzung eines zentralen Modells und die kollaborative Arbeit an verschiedenen Bereichen des Projekts ermöglicht.

Dieser Ansatz war angesichts der Größe des Vorhabens, aber auch der Komplexität des Gebäudes unerlässlich. Jeder Teil besaß seine eigene konstruktive Logik, seine eigenen Höhenangaben und seine eigenen strukturellen Besonderheiten.

Eine der größten Herausforderungen bestand darin, die Beziehungen zwischen den verschiedenen Bauepochen zu verstehen und trotz der vielen Umbauten, die im Laufe der Jahre vorgenommen wurden, ein kohärentes Modell zu rekonstruieren.

Ein besonders heikler Punkt waren die unterschiedlichen Niveaus. In einigen Bereichen existierten mehrere Halbebenen innerhalb eines Volumens. Die Verbindungen zwischen Treppenhäusern, Anbauten und alten Gebäuden erforderten bereits vor der Modellierungsphase eine umfangreiche Analyse.


Eine vollständig in LOG300 modellierte Fassade

Über die technischen Pläne und Innenvolumen hinaus wurde die gesamte Fassade in einem 3D-Modell in einem Detailebene LOG300.

Komplexe Dachkonstruktionen, Dachgauben, Stuckaturen, Fenstereinfassungen, Gesimse und verschiedene historische Architekturelemente wurden in das BIM-Modell integriert, um eine getreue Darstellung des bestehenden Gebäudes zu erhalten.

Diese Genauigkeit ermöglicht es Architekten und Ingenieuren heute, direkt auf einer kohärenten digitalen Grundlage für zukünftige Renovierungsstudien, technische Eingriffe oder Erbgutanalysen zu arbeiten.

Grundrisse, Schnitte und Fassaden, die anhand der 3D-Laserscannervermessung und des LOG300 BIM-Modells des bestehenden Gebäudes in Lausanne erstellt wurden.

Eine Erhebung für Strukturingenieure

Eines der Hauptziele des Projekts betraf die strukturelle Stärkung der Ebenen -2 und -3.

Einige Decken wiesen Schwachstellen auf, die eine eingehende Untersuchung durch die Statiker erforderten. Aus diesem Grund war es unerlässlich, die Position der Träger, die Dicke der Decken sowie die Überlappung der tragenden Wände zwischen den verschiedenen Ebenen genau zu dokumentieren.

Um diese Informationen zu erhalten, wurde ein Teil der abgehängten Decken vor einer zweiten Scankampagne demontiert. Es wurden also zwei Messreihen durchgeführt: eine erste mit den Decken an ihrem Platz und eine zweite nach dem Ausbau der technischen Elemente.

Diese Methodik ermöglichte es, nicht nur die sichtbare Architektur, sondern auch einige normalerweise verborgene Strukturelemente zu erfassen.


Brandschutzpläne, Fluchtwege und Zuweisungsmanagement

Das Gebäude beherbergt verschiedene Funktionen: ein Hotel, Verwaltungsflächen, Wohnungen sowie verschiedene technische und gewerbliche Räume.

Aufgrund dieser gemischten Nutzung ist es besonders wichtig, die Verkehrsführung und die Fluchtwege zu verstehen.

Die aus der Vermessung hervorgegangenen Pläne dienen heute als technische Grundlage für die Erstellung von Unterlagen im Zusammenhang mit dem Brandschutz und den Fluchtwegen. Wir führen nicht direkt die Brandschutzkonzepte, Wir erstellen jedoch eine Bestandsdokumentation, die es den Brandschutzspezialisten ermöglicht, auf einer zuverlässigen und aktuellen Grundlage zu arbeiten.


die Flächen und Volumen des Gebäudes genau verstehen

Die Erhebung entsprach auch einem Bedarf an Immobilienverwaltung.

In einem so komplexen Komplex ist es manchmal schwierig, die tatsächlich genutzten oder vermieteten Flächen genau zu identifizieren. Die verschiedenen historischen Umbauten hatten die allgemeine Lesbarkeit des Gebäudes zunehmend verwischt.

Dank der Laserscanner-Vermessung und der BIM-Modell, der Eigentümer verfügt nun über eine Dokumentation, die ein genaues Verständnis der Volumen, Flächen und Beziehungen zwischen den verschiedenen Teilen des Gebäudes ermöglicht.

Diese digitale Datenbank erleichtert sowohl die technische Verwaltung als auch zukünftige Renovierungen oder Berechnungen im Zusammenhang mit den Mietnebenkosten.

Der 3D-Laserscanner als digitales Gedächtnis des bestehenden Gebäudes

Bei historischen Gebäuden, die viele Veränderungen erfahren haben, wird die Laserscannervermessung zu mehr als nur einem Messwerkzeug.

Es ermöglicht die Erstellung eines echten digitalen Gedächtnisses des bestehenden Gebäudes. Jede Ebene, jede Verformung, jede Verbindung zwischen alten und neuen Strukturen bleibt in der Punktwolke und im BIM-Modell dokumentiert.

Bei solch komplexen Projekten bietet dieser Ansatz eine wichtige Sicherheit für Architekten, Ingenieure und Eigentümer, die in den nächsten Jahren an dem Gebäude arbeiten müssen.


3D-Aufnahme und BIM-Modellierung von komplexen Gebäuden in der Westschweiz

3D Scan Bat begleitet Architekten, Ingenieure, öffentliche Körperschaften und Immobilienverwalter bei der Digitalisierung komplexer bestehender Gebäude in der Westschweiz.

Unsere Einsätze betreffen regelmäßig Hotels, Verwaltungsgebäude, historische Gebäude, Immobilienkomplexe, Industriegebäude oder Gebäudebestände, die vor einer Renovierung oder einem Umbau eine zuverlässige Dokumentation benötigen.

Die Laserscanner-Vermessung und die BIM-Modellierung ermöglichen heute eine genaue und kohärente technische Grundlage für das Verständnis, die Analyse und die Umgestaltung bestehender Gebäude.

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