3D-Aufnahme und BIM-Modellierung eines gemischten Gebäudes in Neuchâtel

Ein typischer Gebäudekomplex, aber komplex in seiner Lesart

Hinter der scheinbaren volumetrischen Einfachheit dieses Gebäudetyps offenbart sich schnell eine nuanciertere Realität. Eine horizontal entwickelte, weitgehend offene und technische Geschäftsbasis trägt einen vertikalen Turm, in dem sich Büros und Wohnungen überlagern.

Die Verkehrswege sind nicht immer offensichtlich, die Ebenen korrespondieren nicht systematisch miteinander und die Verbindungen zwischen den Baukörpern haben sich oft im Laufe der Zeit verändert. Wie so oft bei dieser Art von Gebäuden lassen die vorhandenen Pläne kein genaues Verständnis des tatsächlichen Zustands mehr zu.

Gerade in diesem Zusammenhang macht die 3D-Vermessung Sinn.

3D-Aufnahme eines gemischt genutzten Gebäudes in Neuchâtel mit BIM-Modellierung unter Revit, bestehend aus einer Geschäftsbasis und einem Wohn- und Büroturm.

Revit 3D-Modellierung eines Gebäudes im Haussmann-Stil in Genf. Visualisierung aus dem BIM-Modell, mit Nachbearbeitung durch künstliche Intelligenz für die Materialität.

In Neuchâtel betrifft dieses Projekt einen Gebäudekomplex, der eine erweiterte Geschäftsbasis mit einem gemischten Wohn- und Büroturm kombiniert. Die vollständige 3D-Vermessung des Gebäudes ergab eine zuverlässige Grundlage des Bestands, strukturiert als Punktwolke, 2D-Pläne und ein BIM-Modell, das direkt für die Planung genutzt werden kann.

.
.

Ein typischer Gebäudekomplex, aber komplex in seiner Lesart

Hinter der scheinbaren volumetrischen Einfachheit dieses Gebäudetyps offenbart sich schnell eine nuanciertere Realität. Eine horizontal entwickelte, weitgehend offene und technische Geschäftsbasis trägt einen vertikalen Turm, in dem sich Büros und Wohnungen überlagern.

Die Verkehrswege sind nicht immer offensichtlich, die Ebenen korrespondieren nicht systematisch miteinander und die Verbindungen zwischen den Baukörpern haben sich oft im Laufe der Zeit verändert. Wie so oft bei dieser Art von Gebäuden lassen die vorhandenen Pläne kein genaues Verständnis des tatsächlichen Zustands mehr zu.

Gerade in diesem Zusammenhang macht die 3D-Vermessung Sinn.


Das Bestehende in seiner Gesamtheit erfassen

Der Eingriff wurde mithilfe eines 3D-Laserscanners am gesamten Gebäude durchgeführt und verfolgte einen ganzheitlichen Ansatz. Innenräume, Fassaden, Dächer und die unmittelbare Umgebung wurden kontinuierlich vermessen, um ein vollständiges Bild des Objekts wiederzugeben.

Das Scannen wird in einem Durchgang durchgeführt, wobei der Scanner auf Mannshöhe positioniert wird, sodass die Räume gleichmäßig abgelesen werden können. Mit dieser Methode werden nicht nur die Hauptvolumen erfasst, sondern auch Verschiebungen, Unregelmäßigkeiten und Besonderheiten, die für das bestehende Gebäude typisch sind.

In einigen Bereichen, insbesondere bei Dach- und Fassadenaufnahmen, waren zusätzliche Aufnahmen erforderlich, um die Informationen zu vervollständigen und eine kontinuierliche Lesbarkeit zu gewährleisten.


Von der Punktwolke zu einer zuverlässigen Arbeitsgrundlage

Nach der Vermessung werden die Daten zu einer einheitlichen Punktwolke zusammengesetzt. Diese Wolke wird zu einer getreuen Darstellung des Gebäudes, in der jedes sichtbare Element seinen Platz findet.

Mehr als nur eine einfache Erfassung, es handelt sich hier um eine echte Arbeitshilfe. Projektteams können sich darauf beziehen, um Volumen zu verstehen, Ausrichtungen zu überprüfen, Eingriffe zu antizipieren oder sich einfach im Bestand zu positionieren.

Die Strukturierung nach Ebenen und Zonen ermöglicht ein schrittweises Lesen des Gebäudes, was bei einem Komplex dieser Art unerlässlich ist.


Eine BIM-Modellierung im Dienste des Projekts

Ausgehend von dieser Grundlage wird ein digitales Modell des Gebäudes entwickelt. Das Ziel ist nicht, eine Abstraktion zu produzieren, sondern möglichst genau das wiederzugeben, was beobachtbar ist.

Die Modellierung folgt einer BIM-Logik, mit einem Detailgrad, der an den Bestand angepasst ist. Die Volumina werden strukturiert, die Hauptelemente integriert und das Ganze wird zu einem kohärenten Arbeitsinstrument für die Beauftragten.

Bei dieser Art von Projekt spielt das Modell eine zentrale Rolle. Es ermöglicht den Übergang von einer manchmal fragmentierten Lesart des Gebäudes zu einem umfassenden, organisierten und verwertbaren Verständnis.

Fassaden, Schnitte und Stockwerkspläne aus einer 3D-Vermessung eines gemischt genutzten Gebäudes in Neuchâtel, extrahiert aus dem BIM-Modell für eine getreue Darstellung des Bestandes.

Pläne, die direkt aus der Realität stammen

Parallel dazu werden 2D-Pläne aus dem Modell extrahiert. Stockwerkspläne, Schnitte und Fassaden vervollständigen das Lieferpaket.

Diese Dokumente sind keine ungefähre Interpretation, sondern die direkte Übersetzung der erhobenen Daten. Sie ermöglichen es, Projektüberlegungen auf einer gemessenen, kohärenten und überprüfbaren Grundlage zu verankern.


Ein Projekt, das eine häufig vorkommende Realität veranschaulicht

Dieses Projekt in Neuchâtel veranschaulicht eine Situation, die immer wieder vorkommt. Bestehende Gebäude, die oft im Laufe der Zeit umgebaut wurden und deren Dokumentation nicht mehr die Realität widerspiegelt.

Die 3D-Vermessung ermöglicht hier einen Neuanfang auf einer klaren Grundlage. Es geht nicht nur um die Erstellung von Dokumenten, sondern auch darum, das Gebäude wieder lesbar zu machen.


Eine Grundlage für die Fortsetzung

Über die Erhebung selbst hinaus sind die erzeugten Daten Teil einer Logik der Kontinuität. Sie können für Umbaustudien, technische Analysen oder ein langfristiges Gebäudemanagement verwendet werden.

Das Projekt endet nicht mit der Erfassung. Es ebnet den Weg für ein besseres Verständnis und eine gelassenere Entscheidungsfindung.


📌 Lesen Sie auch : 3D-Aufnahme eines großen Gebäudekomplexes in der Schweiz

Ein Projekt in größerem Maßstab, bei dem die Strukturierung der Daten und die Multi-Gebäudemanagement ergänzen diesen Ansatz.

.